Gestal­tung inklu­si­ver Städte: Dia­loge über Parti­zipation und Placemaking

Teilnehmergruppe des Workshops „Inklusive Stadt“ in Weimar im Juni 2026
Vom 31. Mai bis zum 8. Juni 2026 veranstaltete der Lehrstuhl für Stadtforschung und Sozialforschung an der Bauhaus-Universität Weimar die erste internationale Sommerschule des vom DAAD geförderten Projekts „Inclusive Cities: Contextual Dialogues on Community-based Participation for Sustainable Urban Future“. Unter dem Titel „Shaping Inclusive Cities: Dialoge über Partizipation und Placemaking“ brachte die Sommerschule Studierende, Dozenten und Forscher der Bauhaus-Universität Weimar sowie von Partnerinstitutionen im Libanon, in Ägypten und im Oman zusammen. Im Verlauf der Veranstaltung setzten sich Studierende der Notre

Die 1. „Inclu­sive Cities“-Sommerschule wurde erfolg­reich in Ber­lin, Wei­mar und Erfurt abgehalten

Das Pro­gramm umfasste eine Stu­di­en­reise nach Ber­lin, eine Ver­an­stal­tung zum aka­de­mi­schen Aus­tausch in Wei­mar sowie einen pra­xis­ori­en­tier­ten Work­shop mit dem Titel „Sicher­heit, Iden­ti­tät und Zuge­hö­rig­keit im öffent­li­chen Raum“ in Wei­mar und Erfurt. Ziel der Som­mer­schule war es, den inter­na­tio­na­len Aus­tausch zu för­dern und das Bewusst­sein der Stu­die­ren­den für The­men rund um bür­ger­nahe Teil­habe, Pla­ce­ma­king und inklu­sive Stadt­entwicklung zu schär­fen. Im Mit­tel­punkt des Work­shops stand die Frage, wie öffent­li­che Räume siche­rer, bar­rie­re­freier und inklu­si­ver gestal­tet wer­den können.

In Ber­lin besich­tig­ten Teil­neh­mer aus dem Liba­non, Ägyp­ten und Oman ver­schie­dene städ­ti­sche Orte, die bei­spiel­haft für The­men wie städ­ti­schen Wan­del, Erin­ne­rungs­kul­tur und Bür­ger­be­tei­li­gung ste­hen, und dis­ku­tier­ten dar­über. Dazu gehör­ten Bil­dungs­aus­flüge zur Reichs­tags­kup­pel, zur Gedenk­stätte Ber­li­ner Mauer, zur East Side Gal­lery, zum Tem­pel­ho­fer Feld, zur „Floa­ting Uni­ver­sity“ und zum Haus der Sta­tis­tik.
Diese Besu­che bil­de­ten eine Grund­lage für Über­le­gun­gen zu den The­men Erin­ne­rung, öffent­li­cher Raum, städ­ti­scher Wan­del und Bür­ger­be­tei­li­gung und wur­den durch Fach­bei­träge und Dis­kus­sio­nen dar­über ergänzt, wie gemein­de­ba­sierte Betei­li­gung im deut­schen Kon­text wahr­ge­nom­men, insti­tu­tio­na­li­siert und prak­ti­ziert wird. 

In Wei­mar wurde das Pro­gramm mit einer Stadt­rund­fahrt, einem Bau­haus-Spa­zier­gang und einem Abend­ge­spräch fort­ge­setzt, bei dem über­re­gio­nale Per­spek­ti­ven aus dem Liba­non, Ägyp­ten, Oman und Deutsch­land zusam­men­ka­men. Der Dia­log schuf Raum für den Aus­tausch zwi­schen den Teil­neh­mern, in des­sen Rah­men Leh­rende und For­schende der Part­ner­uni­ver­si­tä­ten ihre Sicht­wei­sen zu den The­men Parti­zipation, Pla­ce­ma­king, Inklu­sion und Nach­hal­tig­keit vor­stell­ten und dis­ku­tier­ten. Die Vor­träge deck­ten ein brei­tes Spek­trum an The­men ab: von der Stadt­öko­lo­gie im Liba­non (Dr. Nadine Hindi, NDU) über die Gestal­tung von Lebens­räu­men für Kin­der in Alex­an­dria (Nada El-Zoghby, AU) bis hin zu „inter­pre­ta­ti­ver“ Nach­hal­tig­keit (Dr. Ossama Hegazy, SCD) und der Rolle zivil­ge­sell­schaft­li­cher Orga­ni­sa­tio­nen als Brü­cke zwi­schen Staat und Gemein­schaft in Oman (Dr. Shaha­rin Elham Annisa, MCTspace­Lab) bis hin zum Leben von Migran­ten im städ­ti­schen Raum von Mas­kat (Nus­rat Jahan, BUW) und der bür­ger­ge­lei­te­ten Stadt­er­neue­rung in Ost­deutsch­land (Prof. Frank Eckardt, BUW).

Im Mit­tel­punkt des Pro­gramms stand ein drei­tä­gi­ger Work­shop unter der Lei­tung von Dr. Amma­lia Pod­la­szewska von Cul­ture Goes Europe (CGE), in des­sen Rah­men die Stu­die­ren­den in gemisch­ten inter­na­tio­na­len Grup­pen öffent­li­che Räume in Wei­mar unter­such­ten. Mit­hilfe par­ti­zi­pa­ti­ver Metho­den, Beob­ach­tun­gen vor Ort und gemein­sa­mer Gestal­tungs­übun­gen unter­such­ten die Teil­neh­mer, wie öffent­li­che Räume von ver­schie­de­nen Nut­zern erlebt wer­den. Im Mit­tel­punkt stan­den Fra­gen der Iden­ti­tät, der Zuge­hö­rig­keit und der Sicher­heit im öffent­li­chen Raum sowie die Frage, wie diese Aspekte zu inklu­si­ve­ren Ansät­zen bei der Gestal­tung öffent­li­cher Räume bei­tra­gen kön­nen. Abschlie­ßend stell­ten die Grup­pen ihre Ent­würfe und Kon­zepte für eine inklu­si­vere Gestal­tung der von ihnen unter­such­ten Räume vor – und setz­ten damit die im Laufe des Pro­gramms gewon­ne­nen Erkennt­nisse in kon­krete Ideen um.