Die 1. „Inclusive Cities“-Sommerschule wurde erfolgreich in Berlin, Weimar und Erfurt abgehalten
Das Programm umfasste eine Studienreise nach Berlin, eine Veranstaltung zum akademischen Austausch in Weimar sowie einen praxisorientierten Workshop mit dem Titel „Sicherheit, Identität und Zugehörigkeit im öffentlichen Raum“ in Weimar und Erfurt. Ziel der Sommerschule war es, den internationalen Austausch zu fördern und das Bewusstsein der Studierenden für Themen rund um bürgernahe Teilhabe, Placemaking und inklusive Stadtentwicklung zu schärfen. Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie öffentliche Räume sicherer, barrierefreier und inklusiver gestaltet werden können.
In Berlin besichtigten Teilnehmer aus dem Libanon, Ägypten und Oman verschiedene städtische Orte, die beispielhaft für Themen wie städtischen Wandel, Erinnerungskultur und Bürgerbeteiligung stehen, und diskutierten darüber. Dazu gehörten Bildungsausflüge zur Reichstagskuppel, zur Gedenkstätte Berliner Mauer, zur East Side Gallery, zum Tempelhofer Feld, zur „Floating University“ und zum Haus der Statistik.
Diese Besuche bildeten eine Grundlage für Überlegungen zu den Themen Erinnerung, öffentlicher Raum, städtischer Wandel und Bürgerbeteiligung und wurden durch Fachbeiträge und Diskussionen darüber ergänzt, wie gemeindebasierte Beteiligung im deutschen Kontext wahrgenommen, institutionalisiert und praktiziert wird.
In Weimar wurde das Programm mit einer Stadtrundfahrt, einem Bauhaus-Spaziergang und einem Abendgespräch fortgesetzt, bei dem überregionale Perspektiven aus dem Libanon, Ägypten, Oman und Deutschland zusammenkamen. Der Dialog schuf Raum für den Austausch zwischen den Teilnehmern, in dessen Rahmen Lehrende und Forschende der Partneruniversitäten ihre Sichtweisen zu den Themen Partizipation, Placemaking, Inklusion und Nachhaltigkeit vorstellten und diskutierten. Die Vorträge deckten ein breites Spektrum an Themen ab: von der Stadtökologie im Libanon (Dr. Nadine Hindi, NDU) über die Gestaltung von Lebensräumen für Kinder in Alexandria (Nada El-Zoghby, AU) bis hin zu „interpretativer“ Nachhaltigkeit (Dr. Ossama Hegazy, SCD) und der Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen als Brücke zwischen Staat und Gemeinschaft in Oman (Dr. Shaharin Elham Annisa, MCTspaceLab) bis hin zum Leben von Migranten im städtischen Raum von Maskat (Nusrat Jahan, BUW) und der bürgergeleiteten Stadterneuerung in Ostdeutschland (Prof. Frank Eckardt, BUW).
Im Mittelpunkt des Programms stand ein dreitägiger Workshop unter der Leitung von Dr. Ammalia Podlaszewska von Culture Goes Europe (CGE), in dessen Rahmen die Studierenden in gemischten internationalen Gruppen öffentliche Räume in Weimar untersuchten. Mithilfe partizipativer Methoden, Beobachtungen vor Ort und gemeinsamer Gestaltungsübungen untersuchten die Teilnehmer, wie öffentliche Räume von verschiedenen Nutzern erlebt werden. Im Mittelpunkt standen Fragen der Identität, der Zugehörigkeit und der Sicherheit im öffentlichen Raum sowie die Frage, wie diese Aspekte zu inklusiveren Ansätzen bei der Gestaltung öffentlicher Räume beitragen können. Abschließend stellten die Gruppen ihre Entwürfe und Konzepte für eine inklusivere Gestaltung der von ihnen untersuchten Räume vor – und setzten damit die im Laufe des Programms gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Ideen um.
