Ein For­schungs­sti­pen­dium in Mas­kat: Ein Ein­blick in das Leben an einem öffent­li­chen Strand

Im Rahmen unseres Projekts „Inclusive Cities“ verbrachte die Wissenschaftlerin Ruweida Aljabali sechs Wochen als Forschungsstipendiatin am Scientific College of Design (SCD) in Maskat, Oman – und tauchte dabei tief in das akademische Leben, die lokale Kultur und den Alltagsrhythmus der Stadt ein.
Wissenschaftliche Hochschule für Design (Foto: Ruweida Aljabali)
Sci­en­ti­fic Col­lege of Design (Foto: Ruweida Aljabali)

Über einen Zeit­raum von 42 Tagen knüpfte Ruweida Kon­takte zu Mit­ar­bei­tern und Stu­die­ren­den aller Fach­be­rei­che des SCD, besuchte Vor­le­sun­gen von Design­so­zio­lo­gie bis Design­tech­no­lo­gie, betreute Archi­tek­tur­stu­die­rende und lernte Oman weit über den Cam­pus hin­aus ken­nen – von Film­vor­füh­run­gen in der Stadt bis hin zu Cam­pingaus­flü­gen in die Wüste.

Öffentlicher Strand von Athaiba (Foto: Ruweida Aljabali)
Öffent­li­cher Strand von Athaiba (Foto: Ruweida Aljabali)

Doch es war ein ganz bestimm­ter Ort, der den Anstoß für die For­schung gab, die im Mit­tel­punkt ihres Auf­ent­halts stand: der öffent­li­che Strand von Athaiba. Er erstreckt sich über mehr als fünf Kilo­me­ter ent­lang der Küste im Zen­trum von Mas­kat und ist ein beleb­ter gemein­schaft­li­cher Ort für Fami­lien, Sport, Son­nen­un­ter­gänge und gesell­schaft­li­che Zusam­men­künfte. Wie Ruweida es in ihrem Bericht formuliert:

„Unsere For­schung begann mit dem Wunsch, zu ver­ste­hen, wie Men­schen den öffent­li­chen Strand von Athaiba nut­zen und dort ihren Platz fin­den. Die­ser Wunsch hat uns als Team zusammengebracht.“

 

In einem inter­na­tio­na­len Team kom­bi­nier­ten sie und ihre Kol­le­gen Beob­ach­tun­gen und Inter­views, um zu unter­su­chen, wie Men­schen die­sen Raum sozial, kul­tu­rell und künst­le­risch gestal­ten – und was dies über Bar­rie­re­frei­heit, Gemein­schaft und soziale Nach­hal­tig­keit in der Stadt aus­sagt. Dabei stie­ßen sie zudem auf eine drän­gende lokale Spannung:

„Wir wis­sen auch, dass die Küste in Oman grund­sätz­lich öffent­lich ist, doch das Thema Pri­va­ti­sie­rung gewinnt zuneh­mend an Bedeu­tung und beein­träch­tigt den Zugang zum Strand.“

Nach­dem die Inter­views durch­ge­führt und die Beob­ach­tun­gen kar­tiert wur­den, geht die For­schung nun in die nächste Phase – und wir sind gespannt, wohin sie uns füh­ren wird. Ein gro­ßes Dan­ke­schön an Ruweida für ihre Neu­gier, ihr Enga­ge­ment und den berei­chern­den Aus­tausch, den sie in das Pro­jekt ein­ge­bracht hat!