Stim­men aus Alex­an­dria: Gemein­same Gestal­tung inklu­si­ver his­to­ri­scher Stadt­räume – Inter­na­tio­na­ler gemein­sa­mer Workshop

Abbildung: Aufruf zur Teilnahme: Workshop „Voices of Alexandria“ (Bildnachweis: Universität Alexandria)
Im Rahmen des vom DAAD geförderten Projekts „Inclusive Cities: Kontextbezogene Dialoge über gemeinschaftsbasierte Partizipation für eine nachhaltige städtische Zukunft“ werden der Fachbereich Architektur und das CT-Labor der Fakultät für Bildende Künste der Universität Alexandria im November 2026 einen internationalen gemeinsamen Workshop veranstalten, an dem Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter aus Deutschland, dem Libanon, Oman und Ägypten teilnehmen werden.

Der Work­shop befasst sich mit der Rolle his­to­ri­scher Stadt­kerne als Orte kul­tu­rel­ler Iden­ti­tät, kol­lek­ti­ven Gedächt­nis­ses und sozia­ler Inter­ak­tion. Anhand eines „Placemaking“-Ansatzes wer­den die Teil­neh­mer unter­su­chen, wie Kul­tur­erbe, Viel­falt und lokale Iden­ti­tät das Erle­ben öffent­li­cher Räume prä­gen und zur Schaf­fung inklu­si­ver und leben­di­ger städ­ti­scher Umge­bun­gen bei­tra­gen. Durch die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem his­to­ri­schen Zen­trum von Alex­an­dria und die Zusam­men­ar­beit mit loka­len Akteu­ren wer­den die Teil­neh­mer kon­text­sen­si­tive Vor­schläge ent­wi­ckeln, die den ein­zig­ar­ti­gen Cha­rak­ter der Stadt wür­di­gen und gleich­zei­tig den Bedürf­nis­sen ihrer viel­fäl­ti­gen Gemein­schaf­ten gerecht werden.

Das Pro­gramm beginnt zwei Wochen vor der Ankunft der Stu­die­ren­den mit einer Online-Ein­füh­rung, die den Teil­neh­men­den Ein­bli­cke in die Geschichte und Stadt­entwicklung der Stadt ver­mit­telt. Die zen­tra­len Work­shop-Sit­zun­gen fin­den anschlie­ßend in Alex­an­dria, Ägyp­ten, statt, wo die Teil­neh­men­den gemein­sam die Fall­stu­die zum „French Mar­ket“ anhand von Exkur­sio­nen vor Ort und par­ti­zi­pa­ti­ven Metho­den unter­su­chen werden.

Unter der Lei­tung der Archi­tek­tin Dr. Amma­lia Pod­la­szewska (Cul­ture Goes Europe) arbei­ten die Teil­neh­men­den mit einem „Placemaking“-Toolkit, das Beob­ach­tung, Kar­tie­rung, Inter­views und gemein­same Refle­xi­ons­übun­gen kom­bi­niert. Diese Metho­den regen die Teil­neh­mer dazu an, die räum­li­chen und sozia­len Dimen­sio­nen öffent­li­cher Räume kri­tisch zu ana­ly­sie­ren und dar­über nach­zu­den­ken, wie unter­schied­li­che Iden­ti­tä­ten das Sicher­heits­emp­fin­den im städ­ti­schen Umfeld prä­gen. Zu den Akti­vi­tä­ten kön­nen geführte Sicher­heits­rund­gänge, orts­be­zo­gene Beob­ach­tun­gen sowie par­ti­zi­pa­tive Übun­gen gehö­ren, die sich mit der Iden­ti­tät, der Geschichte und der Viel­falt des städ­ti­schen Raums auseinandersetzen.

Durch die Ver­knüp­fung von Feld­for­schung, par­ti­zi­pa­ti­ven Metho­den, kol­la­bo­ra­ti­vem Design und inter­kul­tu­rel­lem Aus­tausch zielt der Work­shop dar­auf ab, das Ver­ständ­nis der Teil­neh­men­den für „Pla­ce­ma­king“ als einen gemein­schafts­ori­en­tier­ten Ansatz zur Revi­ta­li­sie­rung his­to­ri­scher städ­ti­scher Räume zu ver­tie­fen. Durch inter­na­tio­nale Zusam­men­ar­beit und den Aus­tausch mit loka­len Akteu­ren trägt der Work­shop zu den über­ge­ord­ne­ten Zie­len des Pro­jekts „Inclu­sive Cities“ bei, indem er eine inklu­sive, kon­text­sen­si­ble und nach­hal­tige Stadt­entwicklung fördert.